Wochenende in Bildern – 06./07.12.2014

Die Kinder schlafen, ich hab schon Schießscharten, aber bevor ich ins Bett gehe, möchte ich die Bilder der letzten 48h mit euch teilen.

Nachdem ich mich am Freitag vorbildlich für die schlechteste Mutter 2014 qualifiziert habe (Meine Erkenntnis des Tages war: Morgen ist Nikolaus!) und abends los bin, um noch schnell ein Nikolausgeschenk zu besorgen, bekamen die Kinder Samstagfrüh doch etwas geschenkt. Die Große zog gleich nach oben, um die Neuankömmlinge (2 Filly Mermaids) dem bereits existierenden Volk vorzustellen, die Kleine tanzte und wippte zu ihrem neuen Musik-Mach-Buch.
Bevor sie das tat, durfte sie bereits ihr Weihnachtsgeschenk austesten – das Baby Set für den Tripp Trapp mit dazugehörigem Kissen. Passend dazu den von Truls und Trine zur Verfügung gestellten Play Tray Tisch. Sie fand es super, endlich mit am Tisch sitzen zu können. 

Geschwisterliebe. Ein Bild zum Knutschen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Tisch ist mittlerweile mit Spielzeug gefüllt.

Vormittags bin ich mit der Kleinen in unseren Landschaftspark. Es tat mal wieder gut, blauen Himmel und Sonne zu sehen. Grund genug, mich einen Moment auf die Bank zu setzen und durchzuatmen.

Kurz drauf, schlug das Wetter um. Der Himmel sah atemberaubend aus. Aber die Stimmung war dennoch irgendwie bedrückend. Die Kleine schlief, mir wurde kalt, also hab ich gemacht, dass ich nach Hause komme.

Obwohl sich die Große weigerte, zum Schwimmen zu fahren, habe ich mich durchgesetzt. Im Nachhinein wär’s für uns beide wohl besser gewesen, nicht zu fahren. Denn in einem Anflug von Größenwahn (Mama, ich wollte nicht als letzte die Rutsche runter rutschen!) sprang sie ohne Schwimmhilfe ins Wasser, strampelte vergeblich und ging immer wieder unter. Als niemand reagierte, bin ich ins Wasser. Sie weinte panisch vor Schreck und ich hätte am liebsten mitgeweint. Man, sowas will man nicht mitansehen. 🙁

Zurück zu Hause ging es zu meiner Tante, wo kurz drauf der Weihnachtsmann kam, um die Wunschzettel der Kinder einzusammeln. Das ist eine von vielen Weihnachtstraditionen in meiner Familie. Normalerweise kommt der Weihnachtsmann am 1. Advent. Da bei uns aber mehrere Familienteile zusammenkommen, war der Nikolausabend dieses Jahr die erste Möglichkeit, um diese Tradition fortzusetzen.

Der Kleinen war es etwas suspekt. Vielleicht auch, weil sie instinktiv merkte, wer sich hinter dem Kostüm versteckte. 😉
Mir fällt gerade auf, wie knuddelig dicke Bäckchen sie bekommen hat!

Die Große hatte Angst vor dem Weihnachtsmann, versteckte sich anfangs auf der Couch hinter meinem Rücken. Am Ende war sie dann doch dazu zu bewegen, mit aufs Foto zu kommen. Natürlich mit größtmöglichem Abstand zum Weihnachtsmann. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie überdreht sie war, als der alte Mann weg war. Sie redete und redete und ihre Worte überschlugen sich fast… Übermütig und tapfer, denn sie hatte ja GAR KEINE Angst…

Sonntagmorgen. Meine Nacht war bescheiden. Ich schlief ein, wurde gegen 1 wach und konnte über eine Stunde nicht mehr einschlafen. Währenddessen wurde die Kleine immer wieder wach, die Große lag mittlerweile auch zwischen uns. Mir blieben also meine 30cm Platz zwischen 2 wühlenden Kindern, die mich nach nicht mal 5 Stunden Schlaf (natürlich nicht am Stück!) sanft aus dem Bett trieben.
Ich, schlaftrunken auf der Couch, gefühlt mitten in der Nacht, tat also, was man um kurz nach 7 Uhr an einem Sonntagmorgen tun muss: Stifte anspitzen.

Doch dann packte mich meine bekannte Last-Minute-Betriebsamkeit. Für den 30. Geburtstag der Cousine meines Mannes habe ich mit der Großen nach Vorlage von Rebecca Lina’s Wolkenkissen (aus dem Buch Mama näht & ich helf mit) noch schnell ein Kissen genäht.

Ich saß zum ersten Mal seit dem Sommer an meiner Nähmaschine und hatte helfende Hände dabei.
Leider hab ich Nappel vergessen, das fertige Kissen zu fotografieren. 🙁 Aber es ist toll geworden. Natürlich! Was sonst! 😉 Und die Beschenkte hat sich natürlich gefreut.
Zitat der Großen: “Mama, ich glaube Katja liebt Herzen!” “Warum?” “Weil ihre Augen sich so gefreut haben, als wir ihr das Kissen geschenkt haben!”

Die Feier fand in Spandau statt. Eine halbe Weltreise für uns Südost-Berliner. Nachdem wir alle gegessen hatten, ging es zu einem kleinen Spaziergang am Wasser entlang. In der naiven Hoffnung, ein offenes Geschäft zu finden, das Pampers verkauft. Denn zu einer waschechten Qualifizierung zur schlechtesten Mutter 2014 gehört natürlich auch, dass ich ihre Windeln vergesse… Kann man schon mal machen, mit einem Baby. Es war einfach nicht mein Tag irgendwie…

Zu unserer Überraschung kreuzte der Weihnachtsmann unseren Weg. Der sah ja mal toll aus. Und nett war er! Nicht nur, weil er mir auch einen Lindt Weihnachtsmann schenkte…
Er verriet mir sogar, dass er für diesen “Job” (Achtung Kinder, Ohren zuhalten!) seit einem Vierteljahr seinen Bart nicht rasiert hat. Das hat mich ja ein wenig beeindruckt.
Die Kleine übrigens auch. Wie man an ihrem Blick sieht…

Natürlich kam der Weihnachtsmann aus dem SPA Bereich des Hotels. Klar, was soll er auch sonst vor so einem anstrengenden Saisonjob tun. Würde ich nicht anders machen.

Heute war die Große mutiger. Lag wohl an ihrer Cleverness. “Mama, das war gar nicht der echte Weihnachtsmann! Der hatte keine Maske und der ist Auto gefahren. MAMA, hast du das gesehen, DER IST AUTO GEFAHREN! Das können Weihnachtsmänner doch gar nicht! Und der konnte total gut gucken! Kluges, kleines Kind…

Eingemummelt vor dem Restaurant am Wasser. Mit ihrer neuen “Freundin”, der kleinsten Cousine meines Mannes.

Ich mit (Zitat:) Berliner Industrie im Rücken.

Huch, wer seid ihr denn? Ziemlich zahm bauten sich die Federtiere vor mir auf. Ich hätte die streicheln können, so nah kamen sie an. 

Der kleine Sonnenschein begeisterte die Großfamilie. Ein Teil davon sah sie heut zum ersten Mal. Der größte Teil zum ersten Mal nach ihrer OP.

Zurück zu Hause, kurz nach 4 (Himmel und schon fast dunkel…). Wir waren grad zur Tür rein, als uns unsere Freunde fragten, ob wir zum Plätzchen backen kommen wollten. Kinder also wieder ins Auto und los ging’s. Woran merkt man eigentlich, dass man Mutter eines Babys ist? Man trägt die Schnullerkette an der eigenen Jacke. Kommt vor.

Stichwort Plätzchen backen. Die waren Gott sei Dank schon gebacken, also ging es für die Große direkt an den schönen Teil: Das Verzieren. Vielleicht bin ich ja jetzt aus dem Schneider und muss nicht mehr selbst ran…?

Total in ihrer Arbeit versunken.

Und auch die Kleine hatte eine Beschäftigung gefunden. Die bunten Nägel von Anika. Faszinierend.

Das fertige Werk! Toll hat sie das gemacht. Aber was is’n das? Ein Fuchs? Ein Weihnachtsfuchs?

Derweil im Wohnzimmer. Eine kleine Kuschelrunde.

Das erschreckendste Bild des Tages! WO IST MEIN BABY HIN? Sieht sie hier nicht schon verdammt groß aus?

Auf dem Rückweg nach Hause. Das wohl bunteste, leuchtendste, blinkendste Haus unseres Stadtteils. Da halten sogar die Busse an und lassen die Mitfahrenden gucken. Ich möchte so gern deren Stromrechnung für den Dezember sehen!

Abendbrot. Wenn ich schon keine Plätzchen aussteche, dann doch wenigstens das Brot der Großen.

Gute Nacht kleine, große Prinzessin! Nach Lesen, Kuscheln, Schnattern, schlief sie irgendwann ein. Es wird langsam wieder besser, aber sie hat dem Weihnachtsmann ja auch versprochen, dass sie sich Mühe geben will, besser einzuschlafen.

Geschafft! Kind 2 schläft, Kind 1 auch. Und ich gehe jetzt auch ins Bett!

Habt einen tollen Wochenstart und genießt die letzten Stunden des 2. Advent!

Eure Jessika

P.S. Lust, mir bei den Brigitte Mom Blogs mal wieder ein Herz zu schenken?

4 Kommentare on Wochenende in Bildern – 06./07.12.2014

  1. Sandra
    08/12/2014 at 08:11 (5 Jahren ago)

    Auch dir/euch ein toller Wochenstart! Deine Texte sind so herrlich zu lesen… mal mit Schmunzeln, mal mit angehaltenem Atem und wieder mit viele Spannung… Herzlichen Dank, dass wir an eurem Alltag teilhaben dürfen!<br />Der Spagat, was teile ich mit der grossen weiten Welt und was bleibt bei &quot;uns&quot; ist sicherlich nicht einfach…<br /><br />Herzliche Grüsse und weiterhin eine schöne

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  2. Juliane Flickert
    08/12/2014 at 09:35 (5 Jahren ago)

    Ach das ist ja witzig. Wir wohnen direkt eine Querstraße weiter von dem schönen blinkenden Monsterhaus :-p Da standen wir gestern auch mit unserer staunenden Maus vor. <br />Liebe Grüße<br />Jule

    Antworten
  3. Suse / Ichlebejetzt
    08/12/2014 at 18:53 (5 Jahren ago)

    Gut siehst Du aus. Wenn auch ein klitzekleines bißchen Müde.<br />Und: Nix schlechte Mutter! Mir ist das bei Kind3 auch schon passiert. Manchmal vergißt man eben was.<br />Ganz liebe Grüße<br />Suse

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