#momsrock – Ich bin stolz, dass meine Kinder strahlen!

Lucie Marshall hat im Oktober dazu aufgerufen, dass wir Mütter uns mehr loben sollten. Bis wir rot werden. Seitdem hadere ich immer wieder mit mir, denn es ist ja so eine Sache mit dem Eigenlob.
Wer mich ein wenig kennt weiß, dass ich mich schwer tue, Komplimente anzunehmen. Erst recht in Eigenlob zu versinken. Ich bin mein härtester Kritiker. Vielleicht bin ich einfach zu streng zu mir selbst, denn eigentlich ist ja nix dabei zu sagen “Das habe ich in Bezug auf meine Kinder wirklich gut gemacht.”

Trotzdem fällt es mir schwer, diese Frage zu beantworten. Mütter, genau wie Väter wahrscheinlich auch, zweifeln immer wieder an ihrer elterlichen Kompetenz. Das liegt wohl in der Natur der Sache. Oder einfach daran, dass einem von links und rechts immer wieder um die Ohren gehauen wird, was im Umgang mit Kindern richtig und was falsch sei.

Im letzten Jahr habe ich mich nicht wirklich mit mütterlichem Ruhm bekleckert. Der Herzfehler meiner kleinen Tochter hat mich verändert, mich (noch) nachdenklicher gemacht. Ich bin dauer-angespannt, mein Nervenkostüm ist so dünn, dass man bis auf die Knochen gucken kann. Manchmal nervt mich schon eine Geräuschkulisse. Ich schimpfe oft wegen Nichtigkeiten. Ich war nie so traurig, so genervt, so schlecht drauf, gedanklich so abwesend und erschöpft wie in diesem Jahr. Nie habe ich mir mehr gewünscht, einfach wegzulaufen. Aber da ist ja die Verantwortung für meine Kinder. 2 kleine unschuldige Menschenkinder, die ich mir sehnlichst gewünscht habe und die mich trotzdem so oft schwach erleben. Schlimmer noch, die viel zu oft meine Launen ertragen müssen. Ich sollte klüger sein. Und vor allem sollte ich sie davor schützen, ihnen eine unbeschwerte Kindheit bereiten, mit ihnen lachen, Dinge unternehmen, geduldig sein.

Auch wenn ich zuletzt auf den weitesten Strecken dieser mütterlichen Aufgaben versagte, habe ich doch 2 fröhliche, strahlende und ausgeglichene Kinder, die zu Hause manchmal die Sau rauslassen, sich woanders aber immer zu benehmen wissen. Und sie lieben mich – trotz meiner Fehler – abgöttisch. Darauf bin ich stolz. Verdammt stolz sogar! Und dankbar. Offensichtlich habe ich in Bezug auf meine Kinder doch mehr richtig gemacht, als mir manchmal selbst bewusst ist…
Fühlt sich gar nicht so schlecht an – dieses Eigenlob.

1 Kommentar on #momsrock – Ich bin stolz, dass meine Kinder strahlen!

  1. Anonymous
    14/12/2014 at 09:13 (5 Jahren ago)

    Ein toller Post! Vielen Dank für das Teilen Deines Eigenlobs, das ein wirklich gutes Vorbild ist – ganz ehrlich und in echt! Wer "2 fröhliche, strahlende und ausgeglichene Kinder" hat, muss das allermeiste richtig gemacht haben – ob sich das für Dich nun so anfühlt oder nicht 😉 Ich bin sogar der Ansicht, dass es Kinder stark macht, wenn sie von ihren Eltern mitbekommen und erleben

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