Weihnachten war…besonders!

Weihnachten ist vorbei. Vorbei die Familienfeiern, vorbei die Völlerei, vorbei die Endlosschleifen von Weihnachtsliedern in Radios, Werbespots und wo man sonst so hinhörte. Es ist eine angenehme Ruhe eingekehrt. Eine himmliche Stille – um es noch einmal in weihnachtliche Worte zu hüllen. Im Radioprogramm, im Tagesprogramm und im Speiseplan Gott sei Dank auch. Nachdem ich mich vorgestern schon leicht genervt fragte, ob nur ich es befremdlich finde, dass im Radio immernoch Weihnachtslieder gespielt werden, habe ich kurz darauf mit einem Stirnklatscher festgestellt, dass ja erst der 2. Weihnachtsfeiertag sei und alles noch seine protokollarische Richtigkeit hat. Den Abend des 2. Weihnachtstages habe ich dann damit beendet, meine letzte, nicht mehr in Deutschland erhältliche Flasche MCP-Tropfen zu öffnen, weil mein Magen der Völlerei der letzten Tage einfach nicht standhalten konnte und ich nie wieder etwas essen wollte. Gestern Morgen wachte ich dann herrlich entspannt auf. Im Radio wieder normale Musik, mein Magen wieder ohne Druck und Schmerzen. Weihnachten war vorbei. ABER – das muss man den letzten Tagen lassen: Sie waren besonders!

Besonders fortschrittlich, denn während ich am Vormittag des 24sten im Bad war, nutzte das kleine Kind meine Abwesenheit, um sich heimlich aus ihrem in das Zimmer der Schwester zu begeben!

Besonders aufgeregt! Einmal im Weihnachts-Outfit, stiegen Spannung und Vorfreude ins Unermessliche!

Besonders festlich… auch mein Outfit.

Besonders leuchtend! Die Augen meines großen Kindes!

Besonders bepackt! Unsere 2 Weihnachtsmänner. Viele Säcke voller Geschenke benötigen natürlich auch mehr Weihnachtsmänner als normal…

Besonders ängstlich! Noch vor 3 1/2 Wochen fand die Kleine den Weihnachtsmann ziemlich ok. Diesmal folgte der spontanen Schippe ein herzzerreißendes Geheule.

Es gab besonders skeptische Blicke! Vor allem bei den Kleinsten.

Und natürlich wurden besonders besondere Selfies gemacht. Mehr kann und muss man dazu nicht sagen. Doch: Wir trugen alle Rot.

Eine besonders mutige Tochter überraschte uns. Sie präsentierte Weihnachtsgedichte und Lieder und erklärte dann beiläufig grinsend, dass sie das in der Kita gelernt hätte. Wir waren etwas baff. Und stolz. Und sehr weihnachtlich-glücklich in dem Moment!

Ein besonderes Bild – mit 4/5 der Familie auf einem Foto.

Besonders viele Geschenke und noch mehr Papier. Nach erfolgter Bescherung und Verabschiedung der Weihnachtsmänner folgte die alljährliche Schlacht um die einzige Schere im Haus, um die ganzen Geschenke und Verpackungen zu öffnen. Gewonnen hat, wer den größten Papierberg um sich stapelte. Der Konsum kennt keine Grenzen. Vor allem nicht in einer Großfamilie.

Besonders große Augen machte unsere Große, die völlig sprachlos erkannte, wie viel sie geschenkt bekam.

Je später der Abend wurde, desto lustiger wurde der Austausch mit Bekannten via What’s App. Wir machten besonders lustige Bilder. Hier das harmloseste.

Für einige war der Heiligabend besonders erschöpfend. So sehr, dass weder An- und Ausziehen den Schlaf stören konnten.

Für mich gab es nachts ein besonderes Highlight. Ich bin ganz spontan zum ersten Mal mit meiner Mama in die Mitternachtsmesse im Berliner Dom gegangen.

Die Stadt war wie leergefegt. Der Dom sah in der nächtlichen Stille besonders stimmungsvoll aus.

Der Anblick des Altars war aus dieser Perspektive besonders…, denn ich kenne nur den Blick direkt am Altar. Da saßen wir 2009 zu unserer Hochzeit.

Der nächste Morgen begann nach einer besonders kurzen Nacht (ich war erst gegen 2 Uhr nachts wieder zu Hause und Kind 2 beendete die Nacht um halb 7) kuschelnd auf der Couch.

Besonders entsetzt war Kind 2, weil der Kater neuerdings immer in ihrem Laufgitter schläft.

Am Mittag des 1. Weihnachtsfeiertages wurde der Himmel plötzlich schwarz, es regnete mit einem Mal, dann riss alles auf, die Sonne kam raus und ein besonderes Naturschauspiel – ein doppelter Regenbogen – erschien am Himmel.

Tag 2, Outfit 2. Besondere Anlässe erfordern auch eine besondere Garderobe. An diesem Tag ganz in blau.

Wir fuhren mit der Großfamilie in ein Knoblauchrestaurant mitten im Niemandsland. Es gab besonders viel davon! Sogar Knoblauchschnaps.

Von unseren Freunden bekam der kleine Zwerg eine besonders lustige Mütze! Nur schauen, nicht anfassen!

Vielleicht eine besondere Vorliebe des kleinsten Kindes?

Nach dem Ausflug ins Knoblauchrestaurant kam ein kompletter Familienteil mit zu uns nach Hause. Weihnachten ist eben auch, wenn spontan 25 Personen um unseren Esstisch sitzen. Besonders viel Familie an diesem Abend! Und besonders viele Schuhe im Flur!

Besonders spät ging unsere Große auch an diesem Abend ins Bett. Natürlich erst, als der letzte Gast das Haus verlassen hatte!

Der Morgen des 2. Weihnachtstages war besonders erschreckend. Ich stand auf, zog die Jalousien im Schlafzimmer hoch und fiel fast zurück ins Bett. Es schneite. Während andere bei dem Anblick in überschwängliche Freude ausbrechen, freute ich mich nicht besonders doll. Schnee ist so gar nicht meins.

Dafür freute sich der große Schneezwerg umso mehr. Sie zog ihre Wintersachen über ihren Schlafanzug (es war ja schließlich noch morgens) und war besonders schnell draußen im Schnee!

Besondere Blicke gab es anschließend beim Frühstück. Ein unbezahlbares Bild! Ein besonders unbezahlbarer AUGENBLICK!

Tag 3, Outfit 3. Besonders schwarz, besonders kaschierend, denn die Fresserei war nicht zu stoppen.

Der Abend endete besonders schmerzhaft und mit Magentropfen. Dafür war der nächste Morgen dann umso friedlicher. Während alle noch schliefen, genossen die Kleine und ich die Stille auf der Couch. Weihnachten war nun offiziell beendet. Mit vielen besonderen Momenten. Besonders viel Essen, besonders vielen Geschenken für die Kinder, besonders vielen Familienmitgliedern und besonders leuchtenden Augen.

1 Kommentar on Weihnachten war…besonders!

  1. Anonymous
    30/12/2014 at 22:23 (5 Jahren ago)

    Das ist ein BESONDERS schöner Artikel und ein sympathischer obendrauf! 🙂

    Antworten

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