Das erste Mal

Erste Male sind aufregend und unvergesslich! Wenn man sie mit seinem eigenen Kind erlebt, noch viel mehr. Pünktlich zum Muttertag hat Fisher-Price daher ein unheimlich schönes und vor allem berührendes Video veröffentlicht, in dem es um die vielen ersten Male als Mutter geht.

Wir erleben mit Hannah gerade zum zweiten Mal so viele erste Male, die selbst bei ihrer Wiederholung ihren Zauber nicht verlieren. Ich habe mich immer wieder gefragt, wann sie ihre ersten Schritte gehen wird, ob ich das als erste sehen werde, wo ich doch den ganzen Tag unterwegs bin. Und dann kam ich an einem Donnerstag vor 4 Wochen nach Hause, kniete mich noch im Flur zu Hannah, die im Türrahmen stand, runter und plötzlich lief sie los: Eins, zwei, drei Schritte und dann kuschelte sie sich in meine Arme. Ob ich die erste war, die das gesehen hat, weiß ich nicht. Trotzdem war dieses erste Mal überwältigend schön!

Oder vor etwa genau einem Jahr, auch im Mai. Es war das Himmelfahrt-Wochenende und das erste Mal, dass Hannah Brei bekam. Für uns war dieses erste Mal spannender als für sie. Sie fand das total doof, spuckte alles aus und kniff den Mund fest zu. Und heute stehen wir an dem Punkt, dass der Mund gar nicht schnell genug wieder aufgehen kann. Natürlich nur unter der Bedingung, dass sie selbst Essen darf.

Das erste Mal, dass ich sie im Arm halten durfte, kostete mich viel Geduld. Hannah wurde unmittelbar nach der Entbindung sofort zur Untersuchung weggebracht. Es war ungewiss, wie schlimm ihr Herzfehler sein würde und somit auch für mich völlig unklar, wann und ob ich sie halten dürfte oder ob man sie nach der Erstversorgung sofort auf die Intensivstation bringen müsste. Es dauerte Ewigkeiten, in denen ich allein im Kreißsaal lag und wartete. Mit mir die tolle Hebamme Petra, die nicht von meiner Seite wich und mir ganz viel erzählte und mich fragte, damit die Wartezeit nicht noch unerträglicher wurde. Und dann kam sie: Meine zweite Tochter! Von außen so perfekt und so stabil, dass ich sie halten durfte. Die vielen Kabel nahm ich dabei gar nicht wahr. Es war der schönste Augenblick nach 17 qualvollen Wochen, in denen wir nicht wussten, ob das alles gut ausgehen würde.

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Wir haben mit Hannah so viele erste Male erlebt, die besonders waren. Besonders schön, besonders stolz, besonders lustig und auch besonders beängstigend. Erst vor einigen Wochen, ich wachte morgens auf und war noch im Bett, hörte ich ein ohrenbetäubendes Brüllen. Dann ein Schrei von Emma. Hannah war kopfüber aus dem Laufgitter gefallen! Aber außer dem Schreck war Gott sei Dank nichts passiert. Nicht mal eine Beule.

Ein anderes panisches erstes Mal erlebten wir ebenfalls vor einigen Wochen: Hannah hüpfte in ihrem Laufgitter übermütig wie ein kleines Äffchen hin und her und schlug natürlich mit dem Mund an der oberen Gitterkante auf. Es hörte gar nicht auf zu bluten (wohl auch durch ihre Blutverdünner) und ich sah mich schon auf dem Weg ins Krankenhaus. Aber irgendwie wird man bei den zweiten Kindern auch ruhiger und besonnener. Am Ende war es nur ein kleiner Riss im Lippenbändchen.

Wenn die Kinder größer werden, werden auch die Abstände zwischen den ersten Malen größer. Was nicht bedeutet, dass sie weniger überwältigend sind.

Ich erinnere mich zum Beispiel an das erste Mal, als ich Emma damals mit 2 Jahren aus der Kita abholte und sie ohne Windel war. Ich hab gemacht, dass ich nach Hause kam, damit unterwegs kein Malheur passiert. Aber mein Kind sagte mir irgendwann sehr deutlich, dass es auf die Toilette müsse.

Kurz nachdem ich mit Hannah damals aus dem Krankenhaus entlassen wurde, saß Emma neben mir am Esstisch, nahm einen Zettel und fing an ihren Namen zu schreiben – zum ersten Mal. Und ich frisch entbundene Hormonschleuder hatte Tränen in den Augen und war baff, was mein damals 3,5-jähriges Kind schon konnte.

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Und dann war da noch der letzte Sommer, als sie zum ersten Mal allein Fahrrad fuhr. Mein Mann rannte mit, ließ los und sie fuhr. SIE FUHR GANZ ALLEIN! Und voller stolz.

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Als Mutter (und natürlich auch als Vater!) erlebt man immer wieder das erste Mal. Jedes Mal neu und jedes Mal anders. Und jedes Mal überwältigend.

Und manches Mal auch als kleine Geduldsprobe. So zum Beispiel neulich, als Fischer-Price uns die Lernspaß Hundefreundin zum kostenfreien Testen zur Verfügung stellte. Gedacht war sie natürlich für Hannah, die sie partout nicht in die Hände bekam, weil ihre große Schwester jeden Knopf und jede noch so kleine Funktion austesten musste.

Lernspaß Hundefreundin Fisher-Price

Aber dann kam der große Moment (sozusagen auch ein erstes Mal) und Hannah durfte die interaktive Hündin in den Arm nehmen. Sie küsste und drückte sie sofort und begann wie wild ihrer Schwester nachzueifern und an Pfoten, Bauch und Ohren zu drücken. Da Hannah gerade all ihre Körperteile lernt und zeigen kann, ist es nun natürlich einfach, ihr zu sagen, sie solle auf den Bauch der Hündin drücken. Gesagt, getan. Und dann muss die Hündin leider auf dem Boden Platz nehmen, weil Hannah mit Ertönen der Lieder zu tanzen beginnt.

Unter strenger Aufsicht der großen Schwester

Unter strenger Aufsicht der großen Schwester

 

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich zur Spezies Mütter gehöre, die geräuschemachendes Spielzeug verteufeln. Aber die Hündin ist ok. So ok, dass ich mich manchmal dabei erwische, die Lieder vor mich hin zu summen oder sogar mitzusingen. Die sich wiederholenden Begriffe und Lieder sind gut verständlich und vor allem nicht zu laut und blechern. Hannah hat ihren Spaß mit der Hündin. Wenn Emma sie lässt und nicht selbst alles drückt, was Geräusche macht. Das ist ein erstes Mal, was ich gern unterschlage: Der erste Streit zwischen den Schwestern. Aber auch das gehört wohl dazu.

Wie war das eigentlich bei euch mit den ersten Malen? Gibt es ganz besonders lustige oder herzergreifende erste Male mit euren Kindern, die ihr mit mir teilen möchtet? Ich bin sehr gespannt!

Auch wenn jeder Tag Mutter- oder Vatertag sein sollte: Genießt den Tag morgen mit euren Lieben und erinnert euch an die vielen überwältigenden ersten Male, die ihr erlebt habt!

 

3 Kommentare on Das erste Mal

  1. theres
    12/05/2015 at 17:41 (4 Jahren ago)

    Die Lösung wäre hier wohl gewesen das Laufgitter wegzulassen. In unserer Kindheit hießen die Dinger noch Ställchen (was sie ja auch sind…) Warum stopft man Kinder dort hinein, v. a. wenn sie sich schon alleine bewegen können……

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  2. Jaqueline
    15/05/2015 at 20:42 (4 Jahren ago)

    Ich lese schon eine Weile in deinem Blog und freue mich jedesmal über die schönen Bilder und Beiträge.

    Als Mama geht mir dein Blog besonders nah und es freut mich zu sehen, dass sich eure kleine so prächtig entwickelt.

    Ganz liebe Grüße
    Jaqueline

    Antworten
  3. Nadja
    07/06/2015 at 15:09 (4 Jahren ago)

    Der erste Streit ist auch immer was besonderes.Ich kann dich verstehen, er ist oft unnötig, aber meistens nicht zu verhindern.

    Antworten

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