Kinderfotos im Internet – Warum ich meine Kinder öffentlich zeige

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Nichts sagen, nichts hören, nichts sehen. 2012

 

Am 6. Mai werde ich auf der re:publica gemeinsam mit meinen Bloggerkolleginnen Supermom, Das Nuf und Berlinmittemom auf der Bühne stehen und darüber diskutieren, ob es richtig ist, Fotos seiner Kinder im Internet zu zeigen. Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Auch wir 4 diskutieren immer wieder und haben zum Teil sehr unterschiedliche Standpunkte. Ich möchte unserem großartigen Bühnenauftritt nichts vorwegnehmen, aber dennoch an dieser Stelle meine persönliche Meinung dazu teilen.

Warum ich meine Kinder im Blog zeige

Als ich vor 1,5 Jahren mit dem Bloggen anfing, habe ich mir natürlich auch die Frage gestellt, wie ich mit diesem Thema umgehen soll. Ich las damals Blogs, in denen Kinder gar nicht, nur von hinten oder mit Balken im Gesicht oder eben komplett gezeigt wurden. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass ich bei all diesen Blogs das gleiche Gefühl des „kennens“ oder „dran teilhabens“ hatte. Das ist nicht so. Natürlich fühlte ich mich denen mit „Gesicht“ am meisten verbunden.
Das war im übrigen auch der Grund, warum ich mich dafür entschied, meine Kinder auf meinem Blog zu zeigen. Ich möchte authentisch sein. Ich erzähle nicht eine Geschichte, sondern unsere Geschichte. Ich gebe meinen Lesern die Möglichkeit, Einblicke in unser Leben zu nehmen, uns ein Gesicht zu geben, das über mein geschriebenes Wort hinweg geht. Und zu diesem Leben gehören auch untrennbar meine Kinder. Warum sollte ich sie also verstecken? Ich mache das bewusst und wähle genau aus, welche Bilder ich zeigen kann und möchte. Ich werde meine Kinder nie in Situationen zeigen, die ihnen irgendwann einmal schaden könnten. Ich werde sie nie öffentlich lächerlich machen oder Fotos veröffentlichen, die ihnen selbst einmal peinlich sein werden. Das gehört zu meiner elterlichen Verantwortung und muss eigentlich nicht zusätzlich gesagt werden. Ich tue es aber trotzdem, denn dieses Verantwortungsbewusstsein wird jenen Eltern, die ihre Kinder im Internet zeigen, immer wieder abgesprochen. Da fallen Argumente wie „Du weißt doch gar nicht, was mit diesen Fotos passiert, wer sie alles sieht!“, „Du musst deine Kinder doch schützen!“ oder schlichtweg „Ich würde das ja nicht tun!“. Letztere Fraktion erhebt gern mahnend den Zeigefinger, wirft schnell mit Begriffen wie Datenschutz und Privatsphäre und Entscheidungsfähigkeit, mehr noch: Rechte des Kindes um sich, um just im nächsten Moment aberwitzige Kinderfotos oder -videos über soziale Medien zu teilen oder Tränen lachend zu kommentieren. Natürlich ist das etwas überspitzt formuliert. Wie so vieles bei dieser aktuellen Diskussion. Es ist ok seine Kinder nicht im Internet zeigen zu wollen. Aber es ist genauso ok es doch zu tun. Ich verstehe die Argumente, die dagegen sprechen sehr gut. Was ich nicht verstehe ist, dass die Entscheidung gegen Kinderfotos im Internet jubelnd beklatscht und mit moralischen Argumenten untermauert wird, die Entscheidung dafür allerdings einem unverantwortlichen medialen Fehltritt gleichgestellt wird.

Verantwortungsvoller Umgang statt paranoider Brille

Selbstverständlich weiß ich nicht, was mit den Fotos passiert, die ich öffentlich zeige. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wenn ich hinter allem und jedem etwas Böses vermute, dürfte ich – natürlich nur um mit höchstem Maß an Verantwortung meine Kinder bestmöglich zu schützen – auch nicht mit ihnen in Einkaufszentren, an öffentliche Badeseen oder zu großen Familienfeiern, bei denen jeder eine Kamera oder zumindest ein Handy mit Kamera dabei hat. Dort weiß ich genauso wenig, wer Bilder meiner Kinder macht. Noch weniger, was damit im Anschluss passiert.

Es ist doch viel wichtiger, meinen Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Medien vorzuleben, als sie paranoid vor sämtlichen Gefahren dieser Welt zu schützen. Ich kann und werde sie offline nicht verstecken, weil sie zentraler Teil meines Lebens sind. Und das gleiche werde ich online auch nicht tun.

Kinderfotos gehören auch ins Internet!

Das Zurschaustellen der Kinder im Internet sei Missbrauch – schreibt der Tagesspiegel.  Harte Worte, wie ich finde, die man dennoch differenziert betrachten sollte. Ein Zurschaustellen des Kindes, wie es so oft auf Youtube oder in einschlägigen, vermeintlich lustigen Fernsehsendungen praktiziert wird, betrachte ich selbst sehr kritisch. Dass derartige bildliche Inhalte dem gezeigten Kind mehr schaden als nutzen steht außer Frage. Warum aber wird bei diesem „Zurschaustellen“ immer auf das Bild abgestellt? Warum ist das öffentliche Zeigen von Bildern per se böse und unverantwortlich, das öffentlich geschriebene Wort hingegeben nicht?

@Leitmedium hat in seinem, wie ich finde treffendsten Artikel zu dieser Debatte, folgendes völlig richtig formuliert:

<<Die Personen, die sich über Kinderfotos echauffieren, schreiben einen Tweet oder Blogpost weiter gern über die süßen Sprachfehler ihrer Kinder – zum Beispiel durch nachahmende Zitate – oder die amourösen Beziehungen ihrer Teenager. Und da genau haben wir die unterschiedliche Bewertung von Text und Bild: Während man es dem Text durchgehen lässt, über das Lispeln von Kindern zu kichern, sind Fotos pauschal falsch, egal, was sie zeigen. Ich kann mir diese kognitive Dissonanz tatsächlich nur mit kultureller Prägung erklären. Konsequent wäre an dieser Stelle nur, der eigenen Argumentation folgend nichts über die eigenen Kinder zu schreiben, um jeglichen möglichen Schaden in Zukunft zu verhindern.>>

Kinder gehören für mich genau wie für viele andere auch ins Internet. Nicht, um sie zur Schau zu stellen, sondern um vielmehr zu zeigen, dass sie Teil meines Lebens sind. Mein Leben findet öffentlich statt. Ich gehe öffentlich arbeiten, einkaufen, in die Kita, laufe öffentlich durch die Stadt. Meistens sind meine Kinder dabei – öffentlich. Ohne Balken auf den Augen, ohne verpixeltes Gesicht. Dieses Internet ist da nur ein weiterer öffentlicher Raum. Warum sollte ich sie also da verstecken oder gar heraushalten? Und Dinge, die wiederum so privat sind, dass ich sie auch im öffentlichen Leben lieber allein (mit meinen Kindern) mache, wird es nie bebildert auf meinem Blog oder anderen sozialen Plattformen zu sehen geben.

Man darf Eltern durchaus zugestehen, auch in diesem Feld bewusste und klare Entscheidungen zu treffen und diese nicht automatisch dem Wohl des Kindes schaden. Und jemand der sich bewusst dafür entscheidet, sollte genauso wenig dafür verurteilt werden, wie jemand der sich bewusst dagegen entschieden hat.

 

6 Kommentare on Kinderfotos im Internet – Warum ich meine Kinder öffentlich zeige

  1. FamilieFreizeit
    23/04/2015 at 13:18 (2 Jahren ago)

    Hallo Jessika,

    ganz toll geschrieben!
    Du spiegelst meine Gedanken wieder. 🙂

    Vielen lieben Dank für deine ehrlichen Worte!

    Liebe Grüße, Geli

    Antworten
  2. Lisa Stegner
    24/04/2015 at 18:50 (2 Jahren ago)

    Hallo Jessika,

    Du musst das für Dich entscheiden, dennoch ich sehe das etwas anders.
    Deine Freunde sind sicherlich auch ein großer oder wichtiger Teil Deines Lebens. Und ich bin mir sicher, da würdest Du auch nicht einfach Bilder veröffentlichen, ohne Dir das OK einzuholen. Mit Deinen Kindern tust Du dies aber. Ich finde dieses etwas egoistisch. Du möchtest Dich und Dein Leben gern im Internet präsentieren, das ist auch total in Ordnung, allerdings zeigst Du nicht nur Dich, sondern ungefragt auch Deine Töchter („weil sie ja zu Deinem Leben gehören“).
    Vielleicht denkst Du mal darüber nach wie es Deine Tochter in ein paar Jahren, pubertierend mit 13 oder 14 Jahren empfindet, wenn lauter „süße“ und „lustige“ Bildchen von ihr im Internet kursieren.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie sich dann bestimmt nicht auf allen Bildern toll finden wird.
    Zudem sind Kinder manchmal grausam und es bleibt abzuwarten wie ihre späteren Schulfreunde darauf reagieren. Es bleibt zu hoffen, dass lauter öffentliche Bilder nicht Anlass werden, sie zum Außenseiter werden zu lassen.

    Liebe Grüße
    Lisa

    Antworten
  3. Andreas
    25/04/2015 at 20:51 (2 Jahren ago)

    Danke für den Artikel. Ich möchte Deiner Argumentation sehr deutlich widersprechen. Ein wenig geht meine Sicht der Dinge in die Richtung, die auch schon Lisa Stegner im vorigen Kommentar geäußert hat, aber es gibt meines Erachtens noch sehr viel gravierende Argumente gegen das Zeigen von Kindern.

    Natürlich fühlte ich mich denen mit “Gesicht” am meisten verbunden.
    Das war im übrigen auch der Grund, warum ich mich dafür entschied, meine Kinder auf meinem Blog zu zeigen. Ich möchte authentisch sein. Ich erzähle nicht eine Geschichte, sondern unsere Geschichte. Ich gebe meinen Lesern die Möglichkeit, Einblicke in unser Leben zu nehmen, uns ein Gesicht zu geben, das über mein geschriebenes Wort hinweg geht. Und zu diesem Leben gehören auch untrennbar meine Kinder. Warum sollte ich sie also verstecken?

    Das finde ich ein sehr schwaches Argument. Du fühltest Dich denen am meisten verbunden, die die Gesichter zeigten. Dieses Gefühl der Verbundenheit mit anderen Online-Menschen ist meines Erachtens ein kleines Nice-To-Have wenn man es gegen die problematischen Aspekte aufwiegt, die sich durch das Zeigen von Kinderbildern im Netz ergeben. Außerdem ist es eben DEIN Wunsch, Dich verbunden zu fühlen und andere an Eurem Leben teilhaben zu lassen. Deine Kinder haben keine Ahnung davon und wenn sie eine Ahnung haben werden, wird es an der Entscheidung, dass SIE im Netz überall zu finden sind, nichts mehr zu ändern geben.

    Ich mache das bewusst und wähle genau aus, welche Bilder ich zeigen kann und möchte. Ich werde meine Kinder nie in Situationen zeigen, die ihnen irgendwann einmal schaden könnten.

    Das würde ich stark in Frage stellen. Schon allein deshalb, weil niemand heute sagen kann, in welcher Form diese Fotos einmal genutzt werden könnten. Sie werden aber permanent vorhanden sein, so dass alle neuen Technologien, die in den nächsten Jahren entwickelt werden, auch auf diese Fotos angewandt werden können. Gesichterkennung ist heute schon Standard, bald wird es Standard auf Consumer-Rechnern sein, auch die Alterung eines Gesichts dabei herauszurechnen. Erste Versicherungen fangen an, Nutzerdaten zu verwenden, um »optimierte« Tarife anzubieten. Das heißt: man muss zumindest damit rechnen, dass künftig Informationen über das Leben von Kunden oder Versicherten verwendet werden, um Tarife festzusetzen oder Kunden abzulehnen.

    Du schreibst hier öffentlich ins Netz, dass Deine Tochter Hannah (voller Klarname bekannt) einen Herzfehler hat. Außerdem zeigst Du ihr Gesicht dazu. Jedes Recht auf Verweigerung einer Aussage (falls es das dann noch gibt), wenn sie in 20 Jahren mal eine Versicherung abschließen möchte, ist hinfällig, weil die Versicherung bereits wissen wird, dass sie einen Herzfehler hat. Manche Versicherungen werden ihr damit von vornherein nicht zugänglich sein. Auch große Konzerne betreiben schon Screenings vor der Einstellung von Beschäftigten: Auch das könnte Deiner Hannah irgendwann einen potentiellen Arbeitsplatz kosten (und das muss dann noch nicht mal legal sein: Wenn es durchgeführt wird, wird sie einfach nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen und nie wissen, warum).

    Das waren nun Gedankenspiele auf der Basis von Technologie und Praktiken, die heute schon Usus sind. Wenn man überlegt, was wir allein in den letzten 2 – 3 Jahren über Überwachung erfahren haben, was uns vorher völlig unvorstellbar schien (Du benutzt an einer Stelle das Wort »paranoid«) müssen wir davon ausgehen, dass noch eine Menge mehr möglich ist, sein wird und/oder bereits praktiziert wird. Die paranoiden Vorstellungen aus der Pre-Snowden-Zeit haben sich als Nagel-auf-den-Kopf-Treffen herausgestellt.

    Es ist ok seine Kinder nicht im Internet zeigen zu wollen. Aber es ist genauso ok es doch zu tun.

    Die beiden Möglichkeiten als Äquivalent nebeneinander zu stellen, ist meines Erachtens völlig Fehl am Platz. Preisgabe von Daten gibt anderen Macht über die Menschen, deren Daten man kennt. Das Zurückhalten von Daten erschwert es, solche Macht auszuüben. Wie kann man das als »Kann man so oder so machen« ansehen?

    Wenn ich hinter allem und jedem etwas Böses vermute, dürfte ich – natürlich nur um mit höchstem Maß an Verantwortung meine Kinder bestmöglich zu schützen – auch nicht mit ihnen in Einkaufszentren, an öffentliche Badeseen oder zu großen Familienfeiern, bei denen jeder eine Kamera oder zumindest ein Handy mit Kamera dabei hat. Dort weiß ich genauso wenig, wer Bilder meiner Kinder macht. Noch weniger, was damit im Anschluss passiert.

    Das sind sehr verschiedene Beispiele. Im öffentlichen Raum kann es Überwachungsbilder geben, in Deutschland ist das aber an vielen Stellen noch nicht der Fall. Am Badesee kann natürlich jemand Dein Kind fotografieren, es ist aber wesentlich unwahrscheinlicher, dass das in der Breite jemand macht als im Netz, wo man sich dabei nicht persönlich zeigen muss. Bei der Familienfeier geht man davon aus, dass man entweder die »kranken« Teilnehmer kennt oder zumindest später mitbekommt, wenn Fotos ungefragt veröffentlicht wurden, so dass man ggf. widersprechen kann. In allen Fällen ist es unwahrscheinlicher oder schwieriger, an die Fotos zu kommen, als wenn Du sie freiwillig einem anonymen Publikum in die Hand gibst.

    Es ist doch viel wichtiger, meinen Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Medien vorzuleben, als sie paranoid vor sämtlichen Gefahren dieser Welt zu schützen. Ich kann und werde sie offline nicht verstecken, weil sie zentraler Teil meines Lebens sind.

    Offline ist bisher (meist) noch digital undokumentiert und hat damit kein Gedächtnis. Online hat ein Dauergedächtnis.

    Ein Zurschaustellen des Kindes, wie es so oft auf Youtube oder in einschlägigen, vermeintlich lustigen Fernsehsendungen praktiziert wird, betrachte ich selbst sehr kritisch.

    Die Personen, die sich über Kinderfotos echauffieren, schreiben einen Tweet oder Blogpost weiter gern über die süßen Sprachfehler ihrer Kinder – zum Beispiel durch nachahmende Zitate – oder die amourösen Beziehungen ihrer Teenager.

    Das ist natürlich genauso verwerflich. Auch in »geschlossenen« Facebook-Kreisen oder ähnlichen Umgebungen haben Kinderbilder meines Erachtens nichts zu suchen. Die Gesichtserkennung läuft auch dort drüber, die persönlichen Verbindungen werden auch dort ermittelt und gespeichert.

    Dieses Internet ist da nur ein weiterer öffentlicher Raum.

    S.o.: Einer mit dauerhaftem Gedächtnis, der jedem Fremden Zugriff auf diese Daten gibt. Auf Gesicht, Name, Eigenschaften, Verwandtschaftsbeziehungen, Gesundheitszustand etc.

    Vor einiger Zeit kam aus Österreich eine gute Studie zur kommerziellen Überwachung. Deine Kinder werden irgendwann auch mal Handys und Computer haben und damit jede Menge Datenspuren hinterlassen. ZUSÄTZLICH, werden die sammelnden Firmen ohne Probleme ihre Klarnamen sowie ihre Gesichter mit all diesen Daten verbinden können.

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  4. Claudia Holunder
    30/04/2015 at 18:47 (2 Jahren ago)

    Hallo,
    mein Blog existiert erst seit 1,5 Jahren.
    Meine Kinder bereits seit 23, bzw. knapp 19 Jahren.
    Sie lehnen es ab, namentlich genannt oder auf Fotos gezeigt zu werden. (Auch nicht von hinten, seitlich, oben).
    Der jüngere Lieblingssohn sieht das noch enger, als der ältere Lieblingssohn.
    Menschen haben ein Recht am eigenen Bild. Kleine Kinder können das noch nicht selbst verantwortlich ausüben. Sie sind darauf angewiesen, dass du respektvoll mit ihrer Privatsphäre umgehst.
    Ich wünsche dir – und deiner Familie, dass das für euch nie zum Problem wird. Denn wenn es zum Problem wird, ist es zu spät und nicht mehr rückgängig zu machen.
    Claudiagruß

    Antworten
  5. conny
    07/05/2015 at 18:49 (2 Jahren ago)

    Bitte keine Kinderfotos im Netz!
    http://www.stern.de/digital/online/privatsphaere-im-web-eltern-stellt-keine-kinderfotos-auf-facebook-2030991.html
    Nicht wirklich schlimm? Fragt doch mal eure Kinder, wenn sie ein paar Jahre älter sind und die Fotos von ihren Schulkameraden mit einem verachtenden Lachen auf die eigene Pinnwand gepostet bekommen. Von noch schlimmeren Möglichkeiten als dem schon heute immer häufiger vorkommenden Cybermobbing mal ganz abgesehen … usw.

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  6. Martin
    09/08/2015 at 06:04 (2 Jahren ago)

    „Ich werde sie nie öffentlich lächerlich machen oder Fotos veröffentlichen, die ihnen selbst einmal peinlich sein werden“

    Vielleicht sind ihnen später alle Fotos peinlich? Oder sie finden die Eltern peinlich, oder werden deswegen gemobbt. „Deine Mutter“-Sprüche sind ja bekannt, und man befördert sie natürlich durch eine öffentliche Nabelschau im Internet. Und damit meine ich Wort und Schrift.

    Und angenommen man hat 2 Kinder, eines wunderschön, das andere übergewichtig, mit Zahnspange und Pickeln. Zeigt man dann nur Bilder vom wunderschönen, weil dem anderen später seine Fotos peinlich sein könnten? Wäre dann ja plausibel. Aber fühlt sich das andere Kind dann nicht zurückgesetzt, weil es nicht in die Bilderbuchfamilie passt, die man öffentlich präsentiert?

    Wenn man es aus Sicht der Kinder sieht, ist es einfach das beste, sich so zu verhalten wie Stefan Raab, und gar nichts von seinem Privatleben preiszugeben, weder Bilder noch Informationen, Texte. Dann schützt man die Familie am besten. Zum Beispiel gegen Mobbing irgendwann.

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