Disneyland Paris

Panorama Disneyland Paris

Versprochen ist versprochen…

…und wird auch nicht gebrochen! Noch vor Hannah’s Geburt im Januar 2014, habe ich Emma versprochen, dass wir mit ihr ins Disneyland Paris fliegen, bevor sie in die Schule kommt. Seitdem hatte ich immer mal wieder geguckt, Preise verglichen, hin und her überlegt, aber mich am Ende nie durchringen können. Nach den Anschlägen in Paris im November 2015 waren unsere Pläne dann erstmal passé. Zu Pfingsten stolperte ich über ein Angebot und hatte plötzlich die fixe Idee, spontan einen Trip ins Disneyland Paris zu buchen. Also fragte ich meinen Chef, ob ich kurzfristig meinen Resturlaub aus 2015 nehmen könne, suchte nach Flügen, die trotz der Kurzfristigkeit noch verhältnismäßig günstig waren, buchte ein Hotel, was sich als wahres Schnäppchen herausstellte und kaufte zu guter Letzt noch Tickets für das Disneyland. Und Emma ahnte von alldem nichts.

Die Vorbereitungen

Viel Zeit zum Vorbereiten blieb natürlich nicht. Denn zwischen dem Buchen und dem Abflug lag nicht mal eine Woche. Die Kita war schnell informiert und zum Schweigen verdonnert. Schließlich sollte es ja eine Überraschung werden. Nach einem Anruf beim Kardiologen hatten wir eine schriftliche Bestätigung, dass wir Hannah’s Medikamente im Handgepäck mitnehmen dürfen. Von meiner Freundin bekamen wir einen Trekking-Rucksack, der die passende Handgepäck-Größe hatte. Ich wollte nämlich keinesfalls mit einem Rollkoffer durch Paris ziehen. Unseren Familien haben wir nichts von der Reise erzählt, um nicht zu riskieren, dass sich jemand vor Emma verquatscht. Wer eine Großfamilie hat, weiß nämlich, wie gut dort Geheimnisse aufgehoben sind… 😉 Packen konnten wir erst Montagabend, nachdem beide Mädchen im Bett waren. Für 3 Tage brauchten wir ja auch nur das Nötigste. Im Nachhinein bin ich verblüfft, dass wir als 4-köpfige Familie mit nur einem Rucksack verreist sind! Für die Mädchen packte ich eine kleine Spieltasche und erzählte ihnen am nächsten Morgen, dass in der Kita „Spielzeugtag“ sei und jeder noch ein Lieblingsspielzeug einpacken dürfe.

Der Morgen der Reise

Um 6 Uhr morgens klingelte unser Wecker. Um 7 Uhr weckten wir die Kinder.

Zähne putzen

Nachdem sie gehört hatten, dass jeder sein Lieblingsspielzeug mit in die Kita nehmen dürfe, waren sie glücklich. 7:15 Uhr klingelte meine Tante, die uns zum Flughafen begleiten und dann mit meinem Auto wieder nach Hause fahren sollte. Emma war skeptisch, weil die Tante nicht in den morgendlichen Ablauf gehörte. 7:30 Uhr stiegen wir ins Auto. Emma wurde noch skeptischer, weil meine Tante ebenfalls mit einstieg. Als wir dann auch noch an der Kita vorbei auf die Autobahn fuhren, wurde sie nervös. 7:45 Uhr hielten wir vor dem Flughafen. Ich sagte den Mädchen, sie sollen sich jetzt verabschieden. Meine Tante stieg aus, die Mädchen blieben im Auto und riefen tschüss. Wir lachten. Ich holte die beiden aus dem Auto und langsam dämmerte Emma, warum wir tatsächlich am Flughafen waren. Wir gaben Hannah’s Buggy als Gepäck auf. Immer darauf bedacht, dass Emma nicht mitbekommt, wohin wir fliegen. Nach der Sicherheitskontrolle fragte Hannah, ob wir jetzt endlich in die Kita fahren. Der Polizist neben uns lachte und erklärt ihr, dass das heute wohl nichts mehr wird…

Als wir am Boarding-Schalter standen, fragte Emma ganz hibbelig, wohin wir denn nun fliegen. Und dann schaute Hannah zu ihr hoch und erklärte ganz selbstverständlich „Na zu Anna und Elsa und Olaf und Mickey Mouse!“. Die Leute um uns herum lachten und Emma strahlte bis über beide Ohren!

Paris

Der Flug

Das praktische am Reisen mit kleinen Kindern ist ja, dass man als erster und in Ruhe ins Flugzeug einsteigen darf. Die Mädchen und ich hatten eine Sitzreihe für uns, der Papa saß eine Reihe versetzt schräg hinter uns. Emma wurde zunehmend stiller. Sie war ein Nervenbündel und studierte stumm die Karte mit den Sicherheits- und Notlandungshinweisen.

Abflug

Hannah hingegen blätterte saucool durch’s Board-Magazin, als würde sie täglich fliegen. Als wir in der Luft waren, rutschten die Mädchen auf einen Sitz und durften endlich Bibi und Tina auf dem iPad gucken.

Watchever

Das war der erste Moment, in dem ich realisierte, dass unser schwer herzkrankes Kind ihren ersten Flug mit links meisterte. In den letzten Monaten hab ich mich immer wieder gefragt, wie Hannah so eine Reise mit dem Flugzeug wohl verkraftet. Oder vielmehr, ob ihr Herz Probleme machen würde. Der Kardiologe gab ja schon im März grünes Licht für unseren Flug nach Fuerteventura, welcher im Juni stattfinden sollte. Dass wir nun so kurz davor noch einen weiteren Flug haben werden, war ja eigentlich gar nicht geplant. Aber die Spontanität war gut, denn so zerbrach ich mir nicht den Kopf darüber, ob alles klappen würde. Und Hannah bekam der Flug offensichtlich sehr gut. Sie schwitzte zwar etwas, aber sonst war sie wie immer. Ziemlich unbeeindruckt von der Tatsache, dass sie gerade in einem Flugzeug ist.

Nach nicht mal 1,5 Stunden landeten wir in Paris und meldeten uns bei unserer Familie, die mittlerweile über eine What’s App Gruppe im Bilde war, dass und wohin wir verreist waren. Noch am Flughafen gönnte ich mir den ersten Kaffee und für die Kinder einen Schokomuffin – Kosten: 10€. Bienvenue á Paris!

Der erste Tag

Vom Flughafen nahmen wir einen vorher gebuchten Shuttle Bus, der uns nach Marne-la-Vallée Chessy, der Bahnstation vom Disneyland Paris brachte. Da wir zu einer Zeit ankamen, zu der der Shuttlebus zu unserem Hotel gerade Mittagspause hatte, disponierten wir kurzerhand um und fuhren eine Station mit der Bahn nach Val d’Europe. Dort gibt es neben einem Outlet Dorf auch ein großes Shopping-Center mit Supermarkt. Ich hatte mich vorher im Internet belesen und so herausgefunden, dass es in dem Supermarkt einen kleinen Disneystore gibt, in dem die Sachen günstiger sind, als im Park selbst. Also durften sich die Mädchen dort schon etwas aussuchen. Viel konnte es ja sowieso nicht sein, da wir nur den großen Trekking-Rucksack hatten.

Ich habe ja eine Schwäche für Supermärkte in anderen Ländern und all die schönen Sachen, die es dort zu kaufen gibt. Also deckten wir uns klassisch französisch mit Baguette, Salami, Käse und Wein ein. Und Butter mit Schokoladenstücken! Sowas hab ich noch nie vorher gesehen. Manchmal bin ich ziemlich leicht zu beeindrucken… 😉

Tag 2 – Endlich ins Disneyland

Ich fürchtete ja im Vorfeld, dass Emma vor Aufregung nicht schlafen könne, aber wider Erwarten hatten wir eine sehr ruhige Nacht. Nach dem Frühstück stiegen wir wieder in den kostenlosen Shuttle Bus, der uns vom Hotel in den Disney Park fuhr. Das Wetter war perfekt: Sonne, blauer Himmel und Schäfchenwolken. Als wir über die Rollbänder zum Eingang des Parks fuhren und die bekannte Disneyland-Melodie ertönte, fühlte ich mich plötzlich um 25 Jahre zurückversetzt, als ich an genau dieser Stelle, mit genau dieser Melodie im zarten Alter von 7 Jahren entlangfuhr und unendlich aufgeregt war…

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Und dann hatte uns der Zauber inne…

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Die echte Cinderella-Kutsche verzauberte Emma sehr!

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Gefangen in Labyrinth von Alice im Wunderland. Ich verrate nicht, wie oft wir im Kreis gelaufen sind…

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Darf ich vorstellen? Der verrückte Hutmacher und seine kleinen Gehilfen!

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Tigger und Winnie Puh – eines muss man den Figuren lassen: Wer zum Teil stundenlang für ein gemeinsames Foto ausharrte, durfte sich alle Zeit der Welt nehmen, um zu kuscheln, Autogramme zu sammeln oder Fotos zu machen!

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Die Miniaturwelt mit dem dazugehörigen Ohrwurm… Das ist die Melodie, mit der ich das Disneyland seit 25 Jahren verbinde.

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Auf geht’s mit dem Boot durch die Miniaturwelt!

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Im Anschluss standen Emma und ich geschlagene 70 Minuten an, um eine der Disney-Prinzessinnen zu treffen. Wer es war, war bis zu letzt eine Überraschung. Es wurde das bezaubernde Schneewittchen, das sich herzlich um Emma und Hannah kümmerte.

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Und weil Warten so schön ist, stellten wir uns gleich in die nächste Schlange – diesmal nur eine knappe Stunde, um Mickey Mouse zu treffen. Auf einer großen Kinoleinwand lief währenddessen wenigstens eine Disney-Folge mit Pluto und Goofy, was die Wartezeit erheblich verkürzte.

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Die Stunden vergingen wie im Flug und um 16:30 Uhr war es endlich soweit: Die Disney-Parade fing an! Die Mädchen waren gespannt, ob sie endlich Anna und Elsa sehen!

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Und dann ging es endlich los!

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Die Prinzessinnen kamen mit ihren Prinzen…

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Und ENDLICH! Anna und Elsa und Olaf!

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Pinocchio, der schon vor 25 Jahren so aussah und damals mit meinem Cousin und mir tanzte…

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Der König der Löwen…

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Balu – der fröhlich über den Asphalt tanzte, auf Emma zusteuerte, die Arme ausbreitete und…

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…eine völlig überraschte und glückliche Emma in seine Arme schloss!

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Minnie Mouse

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Und Donald und Goofy…

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Nach der Parade wollten Emma und ich eigentlich im Park bleiben, um das große Feuerwerk zu sehen, das erst um 22:30 Uhr anfing. Hannah und Papa sollten zurück ins Hotel. Aber der Plan wurde geändert, denn Hannah war trotz der Tatsache, dass sie keinen Mittagsschlaf machte, putzmunter. Also gingen wir etwas Essen und fuhren anschließend jedes Fahrgeschäft in Endlosschleife, weil es kaum noch Warteschlangen gab.

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Hannah’s persönliches Highlight: „Ich bin mit dem orangen Elefant gefliegt…“

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Der Papa reitet mit den Prinzessinnen in den Sonnenuntergang.

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Kurz vor dem Feuerwerk.

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Hannah wurde nun doch müde und fror, also kauften wir ein Minnie Mouse Handtuch, um sie zuzudecken. Kurz bevor das Feuerwerk mit der spektakulären Lasershow anfing, schlief sie ein. Ich nahm Emma derweil auf die Schultern und versuchte, mit 23 Kilo auf den Schultern noch halbwegs gute Fotos und Videos zu machen.

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Das Feuerwerk war ging über eine halbe Stunde, war atemberaubend schön und entschädigte für die lange Wartezeit! Einen schöneren Abschluss für diesen Tag im Disneyland Paris konnten wir uns nicht wünschen!

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Tag 3 – Paris im Schnelldurchlauf

Tag 3 war zugleich der letzte Tag in Paris. Den Morgen starteten Emma und ich im Hotelpool, den wir ganz für uns allein hatten. Während ich dann später unser Gepäck und all die in den letzten 2 Tagen gesammelten Souvenirs in den Rucksack stopfte, vertrieben sich die Mädchen mit Papa die Zeit auf dem Hotelspielplatz.

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Und dann zogen wir los in Richtung Paris. Wir hatten etwa 3 Stunden Zeit, bevor wir am Flughafen einchecken mussten. Eine Stunde brauchten wir vom Hotel bis in Herz von Paris. Wer das Pariser Metrosystem kennt, ahnt welch Herausforderung hier und da auf uns wartete.

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Endlich am Louvre angekommen, machten wir 2-3 Fotos und zogen zu Fuß weiter…

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Ich wollte Emma unbedingt noch den Eiffelturm zeigen, bevor wir zum Flughafen mussten. Aber die Zeit war knapp, wir hatten nur noch etwas über eine Stunde Zeit. Also marschierten wir immer an der Seine entlang, begleitet von einer maulenden großen Tochter, die nicht mehr laufen wollte und einer zornigen kleinen Tochter, die nicht im Buggy sitzen wollte. Nach einem Blick auf die Uhr und dem immer noch in weiter Ferne durch die Häuser hervorguckenden Eiffelturm, stiegen wir in den nächsten Zug und fuhren die letzten 3 Stationen. Zum Glück, denn zu Fuß hätten wir das niemals rechtzeitig geschafft.

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Und dann war er da! Wir alle ziemlich aus der Puste, aber zufrieden, dass wir ihn endlich vor uns hatten. Viel Zeit blieb nicht, also machten wir schnell noch ein paar Fotos zum Andenken und hetzten zurück zur Bahn, mit der wir zum Flughafen fuhren.

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Der Rückflug war im Vergleich zu den vorangegangenen Stunden beinahe entspannt. Als wir wieder in Berlin landeten und als letzte aus der Maschine ausstiegen, durfte Emma nochmal ins Cockpit. Die Pilotin erklärte ihr in aller Ruhe alles, stellte ihr den Sitz sogar so ein, dass sie richtig saß und machte damit ein kleines Mädchen ziemlich glücklich!

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Für uns gingen 3 aufregende Tage im Disneyland Paris zu Ende. Die Mädchen waren glücklich und wir freuten uns, dass die Überraschung gelungen war.

Weil mich anschließend so viele nach Buchungsinfos fragten, kommen hier noch mal die wichtigsten Links!

Hotel: Radisson Blu @ Disneyland Paris http://bit.ly/2a9LfYe (über Booking.com)
Kosten: 227€ für 2 Nächte im Familienzimmer inkl. Frühstück

Tickets für den Park: http://bit.ly/1kmX5Qk (Direkt über die Webseite vom Disneyland Paris gibt es immer wieder tolle Angebote, bei denen man richtig sparen kann!)
Kosten: 47€ / Erwachsener für einen Tag und 2 Parks // 40€ / Kind (3 – 11 Jahre) für einen Tag und 2 Parks

1 Kommentar on Disneyland Paris

  1. Michel
    22/08/2016 at 08:53 (11 Monaten ago)

    Das Disneyland Paris ist nicht nur ein Erlbenis für Kinder auch für die großen 🙂 Wir fahren jedes Jahr mit unserem Sohn dort hin um einfach mal die Welt hinter uns zu lassen. Wir können jeden dazu raten es einmla zu machen. Und wir können euch sagen, es kann zur Sucht werden 🙂

    Antworten

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